Strasser Brigitta und Robert
Biohof-Käserei
Egg 3
4671 Zipf
Tel.: 07683/8623
Vor ca. 25 Jahren übernahm Robert von seinen Eltern die 23 ha ( davon 7 ha Wald) umfassende Milchviehwirtschaft mit Stiermast. Auf Grund von Erfahrungen in einer Käserei in Holland, verkaufte er das Milchkontingent und eröffnete eine Käserei, wobei er schon bestehende Einrichtungen vom Großvater, der schon Käse erzeugt hatte, nützen konnte.
Der Umstieg zum Biobetrieb (1993) ließ nicht lange auf sich warten, da für die Erzeugung von Qualitätskäse ein einwandfreier Rohstoff notwenig ist. Daher wird auch nur Milch von ausschließlich heugefütterten Kühen mit Sommerweide verarbeitet. Neben Käse wird die prämierte Bauernbutter erzeugt.
Am Hof selbst betreibt die Familie Strasser das Prinzip des Naturkreislaufes: Eine alte Schweinerasse (1 Eber und 3 Zuchtsauen) ist ganzjährig freilaufend und erhält die anfallende Molke der Käserei. Daneben werden als Schweinenahrung Topinambur und Triticale angebaut.
60 Araukaner (eine alte Hühnerrasse aus Chile) lebt in und um den Hof und liefert für den Verkauf ab Hof Eier mit einer blauen Schale, eine Rasse, die für die Käfighaltung ungeeignet ist.
Im Hofkreislauf erhält der Wald eine wichtige Rolle als Energielieferant für die Käserei.
Direkt um den Hof liefert eine Wildfruchthecke Obst für den Eigenbedarf und Lebensraum für allerlei Nützlinge.
Der Graukäse der Familie Strasser ist ein zertifiziertes ‚Slow Food’ Produkt.
Slow Food, 1986 in Italien gegründet, setzt sich der Tendenz der Standardisierung des Geschmacks entgegen und für traditionelle Anbau- und Produktionsmethoden, regionale traditionell erzeugte Lebensmittel sowie für die biologische Vielfalt ein.
Kurze Einführung in die Geschichte und Tätigkeit der internationalen Slow Food-Bewegung Die Slow Food-Philosophie von 1986 bis heute
Slow Food zählt heute 80.000 Mitglieder und ist in 50 verschiedenen Ländern in über fünf Kontinenten vertreten. Seit der Gründung hat sich Slow Food als internationale Bewegung zur Förderung der Lebensmittelkultur weiterentwickelt.
Slow Food setzt sich der Tendenz zur Standardisierung des Geschmacks entgegen und verteidigt weltweit das Verbraucherbedürfnis nach mehr Informationen. Carlo Petrini gründete den Verband im Juli 1986 und wurde in Bra, Piemont, zum Präsidenten gewählt. Im Laufe der Zeit hat sich Carlo Petrini als wahrhaft charismatischer Leader und unermüdlicher Förderer der Slow Food-Bewegung erwiesen, die sich für die Verbreitung einer neuen Geschmacksphilosophie einsetzt, in der Genuss mit Wissen einhergeht.
Tafelfreuden und das Recht auf Genuss sind die grundlegenden Prinzipien, an denen sich die Aktivitäten von Slow Food inspirieren. Slow Food ist überzeugt, dass jedes traditionelle Produkt neben dem Wert der lokalen Bräuche und der antiken Produktionstechniken auch den Geschmack und die Aromen seiner Herkunftsregion vermittelt. Aus diesem Grund setzt sich Slow Food für den Schutz der Lebensmittel ein, für die traditionell überlieferten Anbautechniken -über die Verteidigung der biologischen Vielfalt der kultivierten und wildwachsenden Sorten, der handwerklichen Anbau-und Produktionsmethoden und der traditionellen Lebensmittel -sowie für die Bewahrung von Einrichtungen wie Cafés, Bistros und Lokalen, die sich aufgrund ihrer historischen, künstlerischen oder sozialen Rolle seit jeher dem kulinarischen Genuss verschrieben haben.
Die Internationale Slow Food-Bewegung 1989 trafen in der Opéra Comique in Paris die Slow Food-Delegationen aus aller Welt zusammen, um das «Slow Food-Manifest» zu unterzeichnen. Ein Abschnitt des Manifests lautet: «… gegen diejenigen -und sie sind noch die schweigende Mehrheit, die Effizienz mit Hektik verwechselt setzen wir den Bazillus des sinnlichen Genusses, welche sich in einer geruhsamen und anhaltenden Lebensfreude manifestieren. Wir beginnen sogleich mit dem "Slow Food-Programm": Zu Tisch! Gegen die Verflachung des "Fast Food" setzen wir den Reichtum der Geschmäcker aller regionalen Küchen. Wenn das "Fast Life" im Namen der Produktivität unser Leben kastriert, Menschen und Umwelt bedroht, so muss die "Slow Food-Bewegung" die entsprechende Antwort einer neuen Avantgarde sein.».
Strasser Graukäse mariniert als leichte Mahlzeit
Für vier Personen nehmen Sie ca. 400 g Graukäse.
Den Graukäse in Scheiben schneiden und nach Geschmack mit Balsamico-Essig und Kürbiskernöl marinieren.
Mit grob geschrotetem, buntem Pfeffer und Salz würzen und mit fein geschnittenen roten Zwiebelringen garnieren.
Gut durchgereiften Graukäse in Würfel schneiden, fein gehackte Schalotten und Walnüsse unterheben, mit Salz und Pfeffer aus der Mühle abschmecken.
Raffiniert mariniert mit Mohnöl und Apfel-Waldhonigessig. Mit frisch gehacktem Zitronenbasilikum oder auch Schnittlauch bestreuen.
Versuchen Sie unseren Graukäse auch mit einer köstlichen Marinade aus kräftigem Nussöl und Bieressig.
Dazu passt ein rustikales Bauernbrot.
Sommerrezepte mit Strasser Kochkäse
Gefüllte Zucchini
Zutaten für vier Personen:
200 g Dinkelreis
6 Zucchini, 2 rote Paprikaschoten
2 Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl, etwas Öl für die Auflaufform
200 ml Milch
400 g Strasser Kochkäse
2 EL frische oder getrocknete Kräuter
Pfeffer und Kräutersalz
Den Dinkelreis nach Packungsanleitung (genau wie Reis) in Salzwasser zubereiten.
Die Zucchini und Paprika waschen. Vier der Zucchini längs halbieren, aushöhlen und in kochendem Wasser ca. vier Minuten blanchieren.
Die Paprika, Zwiebeln, Knoblauchzehen und die restlichen zwei Zucchini würfeln und in dem Olivenöl andünsten, mit Pfeffer und Kräutersalz abschmecken. Mit dem gegarten Reis vermischen.
Eine Auflaufform mit etwas Öl ausstreichen, die halbierten Zucchini hineinlegen und mit der Gemüse-Reis-Mischung füllen.
Den Kochkäse in der Milch bei geringer Hitze unter ständigem Rühren verflüssigen und über die Zucchini gießen. Kräuter darauf streuen und im vorgeheizten Ofen bei 180 °C 12 Minuten überbacken.
Feuriger Taco-Salat mit Kochkäse-Dip
Zutaten für vier Personen:
1 Kopf Eisbergsalat
400 g Hackfleisch
2 grüne Paprikaschoten
2 Zwiebeln, 2 große Tomaten
1 Flasche Hot Chili Sauce
200 g Strasser Kochkäse
1/4 Liter Milch
100 g Taco-Chips
Paprika und Zwiebeln in kleine Würfel schneiden und mit dem Hackfleisch anbraten. Die Chili Sauce unterrühren und abkühlen lassen Den Kochkäse in der Milch bei kleiner Hitze auflösen und ebenfalls abkühlen lassen. Den Salat waschen, in mundgerechte Stücke zupfen und in eine Salatschüssel geben Die Tomaten waschen und in Spalten schneiden, auf dem Rand des Salates verteilen Die Hackfleischsauce in die Mitte der Schüssel geben und die Käsesauce darauf verteilen.
Mit Taco-Chips zum Dippen servieren.
Sommerrezepte mit Strasser Bierkäse
Sommersalat mit Bierkäsewürfeln
Zutaten: Ein Kopfsalat und einige Radieschen, zwei Karotten, Kürbiskerne, Strasser Bierkäse in Würfel geschnitten, Essig und Öl, süßer Senf, Pfeffer und Salz, Kresse oder auch Schnittlauch zum bestreuen.
Marinade: Walnussöl, weißer Balsamico-Essig, etwas süßer Senf, Pfeffer und Salz aus der Mühle, evtl. Kräutersalz
Salat vorbereiten und klein zupfen, Radieschen und Karotten in längliche Stückchen schneiden, mit Marinade vermengen und anrichten. Kürbiskerne grob hacken, mit Käsewürfeln, Kresse oder Schnittlauch darüber geben und servieren.
Dazu passt sehr gut ein rustikales Bauernbrot.
Köstliche Zwiebelsuppe mit knusprigem Bierkäse-Toast
Rezept für zwei Portionen:
1/2 L klare Gemüsebrühe
Einige Pfefferkörner, zwei Lorbeerblätter
Eine fein geschnittene Knoblauchzehe
Zwei große, weiße Zwiebeln
Etwas brauner Zucker und ein EL Mehl
Ein EL Öl, Weißwein (Geschmacksvariation mit Bier) zum Ablöschen
Zwei Vollkorntoastscheiben, etwas Butter
50 g Strasser Bierkäse
Frischer Schnittlauch zum Bestreuen
Gemüsebrühe mit Pfefferkörnern, Lorbeerblättern und der klein geschnittenen Knoblauchzehe aufkochen und zehn Minuten ziehen lassen, danach durch ein feines Sieb abseihen.
Zwiebeln halbieren, in dünne Streifen schneiden und in der Pfanne mit Öl bei niedriger Hitze langsam goldbraun dünsten, mit einer kräftigen Prise braunem Zucker und dem Mehl vermischen und unter Rühren kurz weiter braten. Mit einem Schuss Weißwein ablöschen, kurz etwas einkochen lassen und mit der vorbereiteten Gemüsebrühe aufgießen. Etwa zwanzig Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln lassen.
Die Vollkorntoastscheiben leicht buttern, mit Strasser Bierkäse dünn belegen und bei starker Oberhitze im Backrohr knusprig überbacken. Kurz vor dem Servieren den Bierkäse-Toast auf die heiße Suppe geben und mit etwas geschnittenem Schnittlauch bestreuen.
Dazu passt ein grüner Salat und Baguette-Brot oder Vollkorntoast.
Käsespezialist Robert Strasser vom Naturbauernhof war anlässlich der 8. Salone-del-Gusto, der größten Veranstaltung von Slow Food, in Turin als einer der Vertreter Österreichs, wie die Landwirtschaftszeitung 'Der Bauer' am 10. November 2010 berichtet. Slow Food, 1986 in Italien gegründet, setzt sich für die Beziehung zwischen Region und Essen ein und fördert die nachhaltige Genusskultur. Auch Kleinstproduzenten werden von Slow Food mit dem Projekt 'Presidi' unterstützt.




