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Neuigkeiten:

Das Bio-Netzwerk Apfelkern bietet Gutscheine (zu 10 Euro, 20 Euro etc.) an, ein ideales Geschenk für besondere Anlässe.
Apfelkern bietet Ihnen für besondere Anlässe wie Geburtstag, Feste, Weihnachten Geschenkkörbe gefüllt mit biologischen Spezialitäten Ihrer Wahl.

KonsumentInnen, die nicht immer Zeit haben, an die Bestellfrist zu denken, aber trotzdem bei Apfelkern Produkte beziehen möchten, können bei Apfelkern (altmuenster@bionetz-apfelkern.at - mit Betreff Fixe Kiste) eine fixe Bestellung an Produkten (wöchentlich, zweiwöchentlich ...) anmelden. Sollten Sie einmal eine Änderungen der Produktpalette oder der zeitlichen Bestellung wünschen, so geben Sie diese einfach bei Apfelkern bekannt. Zusätzlich gibt es bei der fixen Kiste 5% Rabatt, auch auf Produkte, die zusätzlich zu der regelmäßigen Bestellung erworben werden.


Die Vorbestellung

Das Vorbestellen ist sicherlich mühsamer als in einem Supermarkt ein zu kaufen: Man muss an ein Bestellende denken, und man kann sich von den Produkte nicht ein direktes Bild machen, da man sie nicht ansehen kann.
Doch welche Vorteile bringt nun das Vorbestellen. Im Folgenden soll nur eine kleine Liste an Vorteilen und Unterschieden zu herkömmlichen und biologischen Produkten im Lebensmittelhandel dargestellt werden:

- Die Milch (Kuh, Ziege) bei Apfelkern ist unpasteurisiert und muss daher innerhalb 24 Stunden beim Kunden einlangen, was im allgemeinen Lebensmittelhandel gar nicht möglich ist.
- Faschiertes Fleisch wird am selben Tag der Abholung hergestellt.
- Brot und Gebäck wird in der Nacht und am Vormittag gebacken (nicht halb fertig eingefroren und dann in den Ofen geschoben, was als frisch gebacken vermittelt wird).
- Getreide wird höchstens 2 Tage vor der Abholung gemahlen oder gequetscht.
- Gemüse wird in den Erntemonaten ebenfalls höchstens 2 Tage vorher geerntet, möglich wird das auch durch den geringen Anfahrtsweg.
- Auch Fruchtjoghurt wird frisch zubereitet.
- Die Fische werden am Tag der Abholung oder 1 Tag davor aus den Teichen gefischt, man merkt die Frische an der Spannkraft des Gewebes.
- Viele Kleinbauern denken ans Aufhören oder tun es. Sehen sie einen kleinen Absatzmarkt, der sich rentiert, lässt sich vielleicht diese Trendwende umkehren.

Ein sehr wichtiges Anliegen von Apfelkern ist die Förderung der kleinbäuerlichen Struktur, nicht der industriellen Landwirtschaft. Es macht sehr wohl einen Unterschied, ab ein Landwirt zum Beispiel 25 oder 125 Bio-Rinder hält. Allein der Auslauf stellt bei 125 Stück ein größeres Problem dar. Kleinere Betriebe sind meist vielfältiger strukturiert und fördern damit die Vielfalt der Tierwelt und Natur, sind damit aber auch in einer einzelnen Branche nicht so konkurrenzfähig, da die Arbeitszeit in mehreren Bereichen aufgeteilt werden muss. Seltene Tierrassen, Gemüse-, Getreide- und Obstsorten werden vermehrt in kleineren landwirtschaftlichen Betrieben gefördert.

Der Kunde erhält durch die kleinere Strukturiertheit mehr Vielfalt im Angebot, kann Produkte verkosten, die im allgemeinen Lebensmittelhandel nicht zu finden sind, da allein schon nicht die Mengen vorhanden sind. Wenn man bedenkt, welche Sorten von Bio-Erdäpfel im Supermarkt zu finden sind, hat Apfelkern eine reiche Auswahl zu bieten. Dabei muss der Kunde natürlich in Kauf nehmen, dass eine Sorte nicht ganzjährig zu erhalten ist.

Die Regionalität, ein weiterer wichtiger Aspekt von Apfelkern, zeigt heuer zum Beispiel ihre Grenzen beim Obstsortiment. Nach einem kalten und verregneten Frühjahr gab es kaum eine Obsternte, standen mancherorts zwar Äpfel am Baum, waren sie höchstens für den Eigenbedarf geeignet, aber nicht für den Verkauf, da sie Flecken aufwiesen oder verwurmt waren. Hatte eine Landwirtschaft jedoch nicht nur eine Apfelsorte gepflanzt, sondern verschiedene, war zumindest eine kleine Ernte zu erwarten.

Entwicklung der Kaufkraft

Das WIFO hat kürzlich die Entwicklung der Kaufkraft von 1980 bis 2010 untersucht.
Musste ein Industriearbeiter 1980 noch 92 Minuten arbeiten, um sich 1 kg Schweinsschnitzelfleisch kaufen zu können, waren dies 2010 nur noch 35 Minuten.
Dies ist auf eine großen Zuwachs des Tariflohns und einer verhältnismäßig geringen Teuerung der Lebensmittel in diesem Zeitraum zurück zu führen. Die Kosten für die Bauern stiegen hingegen stark an, die Erlöse inklusive der Förderungen jedoch nur gering.
Daher warnt dieser Artikel des Bauernjournals vom 1. Februar 2011 vor einer weiteren negativen Entwicklung der Lebensmittelerlöse für Bauern, da damit eine industrialisierte Landwirtschaft gefördert wird.